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Wir fahren mit
dem Zug nach Monterosso al Mare.

Der Bahnhof
liegt im neuzeitlichen Ortsteil Fegina. Wir gehen die Promenade entlang
zum
alten Ortsteil, der in typisch ligurischem Stil erbaut ist. Leider sind die
Geschäfte geschlossen, klar ist ja nun auch Mittagszeit. Wir essen ein
superleckeres Panini und gehen dann zum Hafen. Wir wollen mit dem Boot nach
Porto Venere fahren. Die Karten kann man ca. ½ Stunde vor Abfahrt des Bootes
hier am Hafen kaufen.
Die Abfahrt ist
um 14.30 Uhr. Leider hat sich der Himmel etwas bezogen, so dass wir die
wunderschöne Küste der Cinque Terre, nun vom Meer aus, nur im leicht
diesigen Licht sehen. Allerdings werden wir mit einem grandiosen Blick
entschädigt, als wir bei Porto Venere um die Landspitze kommen. Der Himmel
ist inzwischen aufgerissen.
 Wir schauen
über den Golfo dei Poeti bis zu den Bergen von Carrara, darüber ein Streifen
superhimmelblau. Das ist ein toller Empfang in Porto Venere! Am Hafen
entlang und dann durch die mittelalterlichen Gassen gehen wir zur Kirche San
Pietro, die auf der äußersten Spitze der Landzunge thront. Rechts von der
Kirche haben wir durch einige Bogenfenster, die Loggia der Verliebten, einen
romantischen Blick die ganze Küste entlang bis zur Punta Mesco.
 Unterhalb liegt
die Grotta Byron. Von hier aus soll der vom Schwimmsport begeisterte Dichter
Lord Byron Anfang des 19. Jh. seine Schwimmausflüge gestartet haben. Vom
Vorplatz der Kirche sehen wir hinüber zur Insel Palmeria. Wir gehen weiter
hinauf zum Castello, nicht ohne einen Blick in die Kirche San Lorenzo zu
werfen. Leider haben wir nicht genügend Zeit, um das Castello zu besichtigen
und machen lieber eine kurze Rast auf dem schönen Platz unterhalb des
Castells.
 Der Ausblick
ist grandios. Durch das Gewitter in der Nacht und die kühle Meeresbrise ist
die Luft so klar, dass wir einen weiten Blick in die Berge von Carrara
genießen, davor liegt ganz malerisch Lerici. Jutta macht einen Abstecher zum
Friedhof, der unterhalb des Castells in den Fels gebaut ist und sozusagen
über dem Meer hängt. Wir gehen über schmale Treppenwege hinunter zum Hafen.
 Das letzte Boot
fährt um 17.00 Uhr. Am Anleger herrscht internationales Gedränge und typisch
italienisches Organisationschaos. Keiner weiß so recht zu welchem Boot er
muss. Letztendlich finden wir aber auch unser Schiff und suchen uns einen
schönen Platz auf dem Oberdeck. Inzwischen ist toller Sonnenschein, so dass
wir auf dem Rückweg reichlich Fotos von der Küste machen können.
 In Monterosso
erreichen wir noch den Zug um 18.36 Uhr nach Moneglia. In der Hauptsaison
kann man auch direkt von Moneglia mit dem Boot nach Port Venere fahren
(Auskünfte im Pro Loco, Corso Libero Longhi 32, Moneglia).
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