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Wieder geht es die gleiche Strecke wie
gestern landeinwärts: über Volterra, an San Gimignano vorbei bis
Colle di Val d’Elsa. Für diesen schönen Ort (die Altstadt auf dem
Hügel) haben wir heute keine Zeit, aber es lohnt sich auf jeden Fall ein
Abstecher. Wir fahren bei Colle Val d’Elsa nicht auf die Autobahn, sondern
über die parallel verlaufende Landstraße Richtung Siena. So kommen wir
„hautnah“ an Monteriggioni vorbei. Die Besichtigung dieses kleinen
Ortes,
der den Vorposten der Sieneser gegenüber ihren florentiner Feinden bildete,
sparen wir uns für den Rückweg auf.

In Siena treffen wir erst gegen 11.00 Uhr ein, da wir
unterwegs immer wieder anhalten, um die schöne Landschaft zu bewundern und
zu fotografieren (Jutta ist schon ziemlich genervt).
Wir finden einen kostenfreien Parkplatz direkt am Forte
S. Barbera an der Viale Vittorio Veneto. Von hier ist es nicht weit in die
historische (autofreie) Innenstadt. Siena ist für mich die schönste Stadt
Italiens – ein wunderschönes historisches Zentrum voller Leben und im Sommer
natürlich auch voller Touristen (so wie wir). Vielleicht sollten wir mal im
Winter hierher kommen, um diese schöne Stadt zu genießen.
Über die
Viale dei
Mille (Blick in einen tiefen Taleinschnitt) kommen wir zur Piazza San
Domenico an der gleichnamigen Basilika. Von hier hat man den schönsten Blick
auf die „Skyline“ von Siena mit Dom und auf den Torre del Mangia am Palazzo
Pubblico (Il Campo). Wir starten
die Besichtigung in die Stadt auf den drei
Hügeln (feste Schuhe anziehen) über die Via della Sapienza bis zur Via Banchi di
Sopra (Haupteinkaufsstraße) und dann weiter zum Campo. Einen ersten Cafè
nehmen wir bei Nannini. Gleich mehrere
„Nanninis“, dem Vater von Gianna
Nannini, findet man in der Via Banchi di Sopra. Aber auch die vielen anderen
netten Cafes und Bars bieten die verlockendsten Eissorten, Dolci und andere
Spezialitäten an. Am Campo angekommen setzt Günter sich ab, im wahrsten Sinne
des Wortes. Auf einem Mauervorsprung sitzend liest er seine Tageszeitung und
wir wandern weiter zum Dom, der auf der höchsten Stelle der Stadt steht. Den
Campo sparen wir uns für den Rückweg.
Am Dom ist Massenbetrieb und vor dem
großen Portal hat sich
eine Riesenmenschenschlange gebildet. Das Anstehen in
der prallen Sonne wollen wir uns ersparen, auch wenn das innere des Doms
sehr interessant ist. Wir setzen uns gegenüber des Haupteingangs auf die
Marmorvorsprünge und bestaunen den wunderschönen Dom aus rotem, grünem und weißem
Marmor und Stein mit den reichen Verzierungen und Figuren. Außerdem kann man
natürlich auch wunderbare „Menschenstudien“
betreiben. Aber Vorsicht! Nicht
anlehnen, die Tauben sitzen oben und lassen öfter mal etwas fallen.

Durch ein paar Gassen gehen wir zurück
Richtung Campo und überqueren ihn recht zügig, um ein schattiges Plätzchen zu
finden. Die Mittagshitze staut sich hier extrem, nur durch die Gassen weht
ein leichter Wind. Am Fonte Gaia auf dem Campo treffen wir Günter wieder. Da
wir keinen freien schattigen Platz in einem Café auf dem Campo finden,
beschließen wir über Umwege durch die Gassen, vorbei an vielen historischenGebäuden, zurück zum Auto zu gehen. Unterwegs werden wir sicher noch eine
kleine Trattoria oder Bar finden, in der wir uns stärken können. Leider
finden wir nix Passendes, verlaufen uns auch noch und landendann wieder auf
der Piazza San Domenico. Ohne groß zu schauen, setzen wir uns hier in das
„Cafe Portarossa“ und trinken das teuerste Wasser mit der unfreundlichsten
Bedienung unserer Reise für 3,10 € (0,3 L).
Auf dem Rückweg fahren
wir noch nach Monteriggioni. Das 1203 auf einem Hügel von den Sienesen
gegründete Städtchen ist noch komplett von einer dicken Stadtmauer umgeben.
Ein paar Häuser, ein ziemlich exklusives Hotel mit 4 Sternen
www.hotelmonteriggioni.net , eine Gelateria, ein paar Läden und das
bekannte Restaurant "Il Pozzo"
http://www.ilpozzo.net/ sind alles, was dieser kleine Ort zu bieten
hat.
Und eine herrliche Stille. Die Piazza ist jetzt am frühen Nachmittag
wie leergefegt und das Restaurant öffnet leider erst am Abend.Aber ein
kühlendes Eis muss es wenigstens sein. Zur Zeit wird gerade ein Teil der
Stadtmauer zugänglich gemacht, so dass man auch bald von dort den Ausblick
ins Tal genießen kann. Wie im Mittelalter die Wachposten der Sienesen. Gegen
Abend sind wir wieder auf der Tenuta di Casaglia und fahren per la cena zum
Ristorante „Il viandante di temperanza Giovanna“ an der SS 68 Richtung
Cecina. Superleckero die Antipasti fatto in casa und die pasta.
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