Castelmola, St Alessio Siculo, Forza d'agro
Wetter: sonnig, den ganzen Tag schön warm
In der Nähe des Hotels ist der zentrale Busbahnhof. Von dort fahren wir um 09.45 Uhr mit dem Bus nach
Castelmola (Rückfahrtticket pro Person 2,20 €), auf den Monte Tauro oberhalb von Taormina. Die 5 km lange und zeitweise sehr schmale Serpentinenstraße schlängelt sich bis 529 m Höhe hinauf. Vorbei an schönen Hotels und Häusern, vorbei am Wochenmarkt, der immer Mittwoch vormittags auf halber Strecke statt findet und manchmal den Verkehr zum Stocken bringt und vorbei am Castello Sarazeno und der Wallfahrtskirche Madonna della Rocca.
Von der Bushaltestelle geht es zu Fuß noch ein Stückchen weiter hinauf in den kleinen Ort. Durch die schmalen Gassen gehen wir zuerst zur Piazza neben der Kirche. Vom Hauptportal der Kirche hat man einen wunderschönen Blick auf den Etna und auf die Küste.
Es gibt einige kleine Cafes und Restaurants. Einen Besuch
in der BarTurisi solltemannicht versäumen.
Die winzigen Räume verteilen sich auf mehrere Etagen, immer mit kleinem Balkon und sehr schönem Ausblick. Hier kann man den wohl leckersten Vino alla mandorla probieren und kaufen. Etwas gewöhnungsbedürftig sind die Ergebnisse der Sammelleidenschaft des Wirts. Alle Gegenstände, Tische und Stühle sind mit phallischen Symbolen ausgestattet.
Wir überlegen, ob wir zu Fuß den Wanderweg hinunter gehen, sind dann aber doch zu faul und nehmen wieder den Bus. (zu Fuß hinauf von Taormina ca. 1,5 Stunden).
Nach einer ausgedehnten Pause im Hotel und im Hotelgarten machen wir uns am Nachmittag mit dem Auto auf den Weg nach Sant’ Alessio Siculo, ca. 10 km nördlich von Taormina. Dort hat Leo Pagano, ein guter Bekannter, ein kleines nettes Hotel abseits vom Trubel direkt am Strand.
Klar, dass wir ihn jedes Mal besuchen,wenn wir in
Sizilien sind. Leider hat er nicht viel Zeit, da er gerade eine Reisegruppe erwartet. Aber für einen Cappuccino im Garten mit selbstgebackenen Cantuccini und den Austausch der neuesten Nachrichten reicht es. Anschließend machen wir noch einen Spaziergang an der Strandpromenade und durch den Ort. Am Strand selbst ist trotz des schönen Wetters noch niemand zu sehen, es ist eben noch keine Saison.

Dann fahren wir hinauf nach
Forza d’Agró
Vor 15 Jahren war diese Straße unsere bis dahin abenteuerlichste Serpentinenbekanntschaft. Der Busfahrer musste in den Kurven mehrfach vor und zurück setzen, um um die Ecke zu kommen. Der überstehende Teil des Busses bis zu den Rädern hing dann immer frei schwebend über dem Abgrund … puhh. Heute ist die Straße besser ausgebaut und mit einem Pkw ist es schon entspannter. Selbst der Fahrer kann zeitweise den tollen Ausblick genießen.
Der ganze Ort wirkt wie eine Filmkulisse aus einem vergangenen Jahrhundert. Kein Wunder, dass das auch vielen Filmschaffenden nicht entgangen ist und hier u.A. Szenen zum Film „Der Pate“ entstanden sind. Gut erinnern können wir uns dabei an die Hochzeitsszene auf den Stufen zur „La Chiesa della SS Annunziata“. Nach einem gemütlich Spaziergang durch die Gassen und Winkel und
der Besichtigung der drei großen Kirchen, finden wir leidernur ein Restaurant, das geöffnet ist
(„Ristorante L’Abbazia“ gleich am Ortseingang an der großen Piazza). Das ist der Nachteil, wenn man in der Nebensaison reist. Es ist zwar etwas kühl, aber wir setzen uns trotzdem nach draußen auf die etwas unaufgeräumte Terrasse mit tollem Blick bis nach Taormina. Die Speisekarte verspricht bodenständige italienische Küche, aber wir essen nicht gut. Nur der Sonnenuntergang hinter den Bergen und der Blick auf die abendlich beleuchtete Küste und Taormina tröstet uns etwas. |