Erice, San Vito Lo Capo
Wetter: Sonne, 25 – 28°, abends sehr bedeckt und kühl
Wir frühstücken im Speisesaal, da uns die Zubereitung in unserer Küche zu umständlich ist. Wir bekommen viel Kaffee, Milch, Brot, selbst gemachte Marmelade und leckere Kekse. Das Personal war etwas erstaunt über unser Ansinnen hier zu frühstücken. Aber Günter regelt es, dass wir auch den Rest der Woche hier frühstücken.
Um 10.00 Uhr Abfahrt. Es geht nach
Erice (antiker Name: Eryx). Wir haben Harry und Jutta schon von diesem schönen Ort vorgeschwärmt. Schließlich haben wir ihn schon seit der Ankunft vor Augen. 750 m über dem Meer tront der Ort in Sichtweite unseres Quartiers auf dem Monte Erice (http://www.comune.erice.tp.it).
Wikipedia:

Die römische Sage bringt Eryx mit Aeneas, dem Sohn des Anchises und der Aphrodite, in Verbindung. Er soll auf seiner Flucht aus dem zerstörten Troja in Trapani (Drepanon), dem ehemaligen Hafen von Eryx, angelegt haben. Anchises soll dort gestorben und am Fuß des Felsens begraben worden sein, auf dem das Heiligtum seiner Geliebten Aphrodite stand. Die Elymer leiteten ihre Herkunft von den Trojanern ab, die dann nicht mit Aeneas weiterzogen, sondern hier blieben.
In der Spätantike wurde die Stadt verlassen. Die Normannen besiedelten die Stadt im 12. Jahrhundert neu unter dem Namen Monte S. Giuliano und errichteten hier ein Kastell. Im Mittelalter erblühte die Stadt, Kirchen und Klöster wurden gebaut. 1934 erhielt die Stadt ihren heutigen Namen Erice.
Oben angekommen ist die Aussicht atemberaubend. Die klare Sicht lässt uns über
die Salinenfelder und über Trapani hinweg bis nach Favignana und Levanzo (Aegadische Inseln) schauen. Hier oben sind es nur 18°, also Jacke nicht vergessen.
Noch ist wenig los.
Einige Schulklassen sind unterwegs. Vor dem Dom fragen uns ein paar Schülerinnen aus welchem Land wir kommen. Ein Mädchen wundert sich über meine rötliche Gesichtsfarbe (und das, obwohl ich noch gar keinen Sonnenbrand habe). Wir bummeln durch die schmalen Gassen, erreichen die Piazza Garibaldi und trinken un Café e un Cappucino im
„Cafe Edelweiß“. Sehr schön ist es hier zu sitzen. Der Platz ist der Mittelpunkt des Ortes und hier ist immer etwas los. Die Polizei vor der Questura sorgt für Ordnung. Niemand darf auf diesem Platz parken (wie kommt man überhaupt hierher durch die engen Gassen?); streunende Hunde, die die Hündinnen der
Touristen belästigen, werden verscheucht und natürlich kann man die netten Herren in Uniform nach dem Weg fragen.
In der Via Vittorio Emanuele gibt es einige Pasticcerie, in denen man sehr leckere süße „Teilchen“ kaufen kann. Wir können uns bei der Pasticceria Tulipano nicht mehr zurückhalten und erstehen eine Auswahl als Reiseproviant für den Nachmittag.

Die Fahrt geht weiter nach
San Vito lo Capo
(http://www.comune.sanvitolocapo.tp.it/index2.html ), durch eine wunderschöne Landschaft, teilweise am Meer entlang. In San Vito angekommen,fahren wir bis zum Leuchtturm am äußersten Zipfel vom Cap. Wir genießen den tollen Rundumblick und erforschen die an die Straße angrenzende naturbelassene Wiese mit vielen Wildpflanzen und kleinen Orchideen.
Dann fahren wir zum Hafen. Hier ist noch absolute Vorsaison, der wunderschöne Strand menschenverlassen. Wir gehen in eine geöffnete Strandbar. Zu Essen gibt es nix, also packen wir unsere Dolci aus und verspeisen sie genüsslich.
Von hier wollen wir noch nach Scopello.
Auf unserer Karte ist eine durchgehende Straße eingezeichnet. Diese endet aber am Eingang zum „Parcodello Zingaro“. Ein Paradies für Wanderer, die hier auf einem großen Parkplatz ihr Auto abstellen können. Wir fahren aber die zum Teil sehr schmale Serpentinenstraße wieder zurück. Unterwegs immer wieder atemberaubende Ausblicke und vereinzelte Häuser, die auch als Feriendomizil zu mieten sind.
Zurück durch San Vito, Val d’Erice und Trapani. Kaufen beim Conad noch etwas ein.
Zum Abendessen decken wir den Tisch im Appartement,zum draußen Sitzen istesetwas zu
kühl geworden. Den Wein holt Günter vom Haus und er muss später noch einmal Nachschub holen, weil wir lange sitzen und klönen.
|