Paceco, Trapani, Salinen
Wetter: sehr bedeckt, frisch, gefühlte 18°, später nur noch einzelne Wolken, Sonne und schön warm.
Frühstück auf der Terrasse. Jutta macht uns Fertigkaffee, den sie Gott sei Dank im Gepäck hat. Die kleinen Espressomaschinen mögen wir nicht benutzen, sind scheinbar seit der letzten Saison nicht abgewaschen worden, che schifo!
Bevor wir zum Einkaufen ins nahe gelegene
Paceco fahren, beschweren wir uns an der Rezeption über den Schmutz und versuchen unseren Unmut über die unangenehme Unterkunft zum Ausdruck zu bringen.
Paceco ist ein kleiner, von Touristen unentdeckter Ort. Hat aber auch außer ein paar kleinen Läden, Piazze und Kirchen nicht viel zu bieten, dafür sehr ursprünglich. Die immer gegenwärtigen Männergruppen,
auch junge Männer (…gibt es keine Arbeit?),Frauen beim Einkaufen und Kinder.
Für Italienreisende als Anfänger wäre das hier keine gute Gegend, um sich für Italien zu begeistern. Die Gegend ist recht karg. Kaum zu erahnen, womit die Menschen hier ihr Geld verdienen.
Der Standort ist allerdings perfekt, um die vielen schönen Ausflugsziele der Umgebung gut zu erreichen.
Also fahren wir gleich nach dem Einkauf weiter nach
Trapani, machen eine kleine Rundfahrt durch die Stadt und fahren zu den
Salinen. Eine faszinierende Landschaft. Das Salzwasser in den einzelnen Becken ist hellblau bis rosa gefärbt.
Vereinzelt sehen wir Flamingos in der Ferne, die im flachen Wasser nach Nahrung suchen. Schade, bei einer anderen Reise haben wir hier ganze Schwärme sehr nah beobachten können.
Wikipedia:
Das ideale Habitat für Flamingos sind alkalische oder salzige Seen. Manche dieser Gewässer haben hohe Anteile an Chloriden, Natriumcarbonaten, Sulfaten oder Fluoriden. Unter solchen Bedingungen kann kaum ein anderes Wirbeltier existieren; die Flamingos trinken dennoch das Wasser und ernähren sich von den wenigen Organismen, die diese Umwelt tolerieren. Nicht alle Seen, die
Flamingosbeherbergen, sind derart extrem. Vor allem für die großen Arten gilt, dass es einen Zusammenhang zwischen dem Fehlen von Fischen und der Anwesenheit von Flamingos gibt. Fische sind für Flamingos Nahrungskonkurrenten; wo Fische zahlreich sind, fehlen Flamingos.
Mittlerweile ist der Himmel so azurblau, wie wir es uns gewünscht haben. Als wir zurück kommen, sind unsere Appartements noch einmal geputzt worden und frische Handtücher liegen bereit – vielleicht gewöhnen wir uns ja doch noch an das „einfache“ Leben.
Jutta und ich vertreiben uns die Zeit bis zum Abendessen am Pool, der sehr schön ist und machen noch einen Spaziergang über das Anwesen. Auf der anderen Seite des Gutshofs gibt es jede Menge Tiere, z.T. frei laufend, zum Teil in nicht besonders gepflegten Ställen und Gattern: Enten, Hühner, Gänse, Schafe, Esel, Ponys, Hunde, Katzen, Schildkröten. Außerdem ein Feld mit Carciofi und Gewächshäuser mit Tomaten, Zucchini und Melanzane. |