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Freie Übernachtung mit Wohnmobil 
Elektrizität Spannung-Anschlüsse
Liste italienischer Campingplätze
Überstehende Teile am WOMO
Öffentliche Verkehrsmittel 
Mautgebühren mit VIA-Card bez.
Zollbestimmungen
Geld und Einkaufen
Essen & Trinken
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Klima und Kleidung
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Was ist eigentlich eine Grappa? 
Bußgelder in Rom jetzt höher
 

Die Katakomben von Rom 

Italienische Sprichwörter

Liste italienischer Campingplätze

Adressen in Deutschland
Italienische Botschaft,
Hiroshimastr. l-7,10785 Berlin, Tel. (0 30) 25 44 02 04.
Nationales Italienisches Fremdenverkehrsamt (ENIT),
- Karl-Liebknecht-Str. 34, 10178 Berlin, Tel. (0 30) 2 47 83 97.
-Kaiserstraße 65, 60329 Frankfurt, Tel. (0 69) 23 74 30.
- Goethestr. 20, 80336 München, Tel. (0 89) 531317.
Deutsches Jugerndherbergswerk, Bismarckstr. 8, 32756 Detmold, Tel.(05231)74010.
Zentrale für den Landurlaub, Heerstr. 73, 53111 Bonn,
Tel. (02 28) 96 30 20.

Adressen in Österreich
Italienische Botschaft,
Metternichgasse 13, 1030 Wien, Tel. (O1) 712 51 21.
Nationales Italienisches Fremdenverkehrsamt (ENIT),
Kärntnerring 4, 1010 Wien, Tel. (01) 5 0516 39.

Adressen in der Schweiz
Italienische Botschaft,
Elfenstr. 14, 3006 Bern, Tel. (0 31) 44 4151-5.
Nationales- Italienisches Fremdenverkehrsamt (ENIT),
Uraniastr. 32, 8001 Zürich, Tel. (01) 211 26 33.

Adressen in Italien
Deutsche Botschaft Rom,
Via San Martino della Battaglia, 4,
00185 Roma, Tel. (06) 49 2131.
Österreichische Botschaft,
via G. B. Pergolesi 3, 00198 Roma, Tel. (06) 844 0141.
Botschaft der Schweiz,
via B. Oriani, 00197 Roma, Tel. (06) 8 08 36 41.
Konsulate und Generalkonsulate findet man in den großen italienischen Städten.

In jeder Provinzhauptstadt gibt es ein amtliches Tourismus-Büro (EPT). Der Sitz des Nationalen Fremdenverkehrsamts ENIT ist in Rom, via Maghera 2. Ein Touristenzentrum für Jugendliche und Studenten gibt es in der Via Genova 16.

Anreise mit dem Auto

Auch wenn man den Eindruck haben mag, auf Italiens Straßen fahre jeder wie er wolle die Verkehrsregeln und-zeichenentsprechender europäischen Norm.

Das gilt genauso für die Anschnallpflicht oder das Alkohol Limit (0,8 Promille, in der Diskussion sind 0,5 Promille). Auf Autobahnen gilt ein Limit von 130 km/h, auf Landstraßen 90 km/h und 50 km/h innerorts. Mit Radarkontrollen muß man immer rechnen. Die Bußgelder sind hoch, und bei Verkehrsbehinderung oder Parken während ausgeschilderter Straßenreinigungszeiten wird abgeschleppt. Grundsätzlich ist es nicht ratsam, gegenüber Polizisten rechthaberisch aufzutreten, seien es die Carabinieri (Staatspolizei, Teil des Militärs), die Polizia stradale (Straßenpolizei) oder die Vigili urbani (örtliche Hilfspolizei).

Die meisten Autobahnen sind mautpflichtig. Zahlen kann man an den meisten Autobahnausfahrten auch mit den gängigen Kreditkarten. Es gibt drei Treibstoffsorten: Diesel, Euro-Super (bleifrei, senzapiombo, 95 Oktan) und Super (verbleit). Achtung: Nur an Autobahnen sind Tankstellen rund um die Uhr geöffnet; überall sonst schließen sie bis zu drei Stunden über Mittag und ab 19.30 Uhr oder 20 Uhr. Die Pannenhilfe erreicht man unter der Nummer 116. Ein Euro-Schutzbrief ist empfehlenswert. Die grüne Versicherungskarte ist nicht vorgeschrieben, kann aber im Falle eines Unfalls hilfreich sein. Bei italienischen Fahrzeugen ist die Versicherungsbestätigung hinter der Frontscheibe angebracht.

An Raststätten laufen über Fernsehschirme Videotextseiten mitaktuellen Verkehrsmeldungen.

Freie Übernachtung mit Wohnmobil

Das italienische Gesetz sieht vor, dass einmaliges Übernachten (kein
Camping) außerhalb von Campingplätzen auf Straßen, Rastplätzen und
Parkplätzen erlaubt ist. Allerdings nur dann, wenn keine örtlichen oder
regionalen Verbote bestehen.
Bleibt die Frage, wann endet Übernachten und beginnt Camping!
Dazu meine Erfahrung nach Gesprächen mit mehreren Carabinieri aus
verschiedensten Teilen des Landes:
Sobald du Campingmöbel benutzt, Markise ausfährst, wirst du als Camper
und nicht als Übernachter angesehen.
Grundsätzlich braucht man sich in Italien keine Gedanken bezüglich des
Übernachtens zu machen.
Versuch nur ein "Gespür" für den Stellplatz zu entwickeln - dann gibt's super
Plätze!
Übrigens gibt's eine Unmenge von ganz guten offiziellen Stellplätzen mit
allem "Komfort" für Mensch und Maschine.

Elektrizität

Netzspannung ist wie in Deutschland 220 V
Probleme gibt es immer mit den Steckdosen, da diese verschiedene Anschlüsse haben können.
Es empfiehlt sich daher, einen Universaladapter mitzunehmen (gibts in jedem Baumarkt)

Ladungsschild für Wohnmobile

Jede über das Fahrzeugheck hinausragende Ladung ist mit einer Warntafel zu sichern. Sie muss 50x50 cm groß und mit rot-weißen, diagonal verlaufenden und reflektierenden Streifen versehen sein. Außerdem sollte sie aus Metall bestehen und typgeprüft sein. Warntafeln aus Kunststoff dürfen weiterverwendet werden, wenn sie typgenehmigt sind. Jedoch ist nach früheren Erfahrungen des ADAC zu befürchten, dass dies nicht allen
Überwachungsorganen bekannt ist.

Auch an Heckträgern dürfen die Warntafeln nicht fehlen, selbst wenn keine
Ladung angebracht ist bzw. die Heckträger eingeklappt sind. Nach vorne
dürfen Teile der Ladung in keinem Fall über die Fahrzeugbegrenzung
hinausragen.

 Quelle
 © ADAC 2000

Banken-Devisen-Geld

Banken sind montags bis freitags von 8.30 Uhr bis 13.20 Uhr geöffnet, manche auch nachmittags für eine Stunde. Filialen und Wechselstuben an Flughäfen und Großstadtbahnhöfen haben auch samstags und sonntags geöffnet. Geldautomaten gibt es überall. Sie akzeptieren in der Regel Euro-Scheckkarten und Kreditkarten (VISA, Eurocard). Die gängigen Kreditkarten sind auch in Italien verbreitet. Euroschecks werden oft nicht mehr angenommen. Bis zur Einführung des Euro-Bargeldes tauscht man in Deutschland gebührenfrei bei den Filialen der Landeszentralbanken und der Bundesbank.

Telefonieren

Von Deutschland nach Italien 0039 + Vorwahlnummer incl. führender Null + Anschluss z.B. eine beliebige Nummer in Rom 0039 06 123456
Von Italien nach Deutschland 0049 +  Vorwahlnummer ohne führende Null + Anschluss z.B. eine beliebige Nummer in Hamburg 0049 40 123456
Innerhalb Italiens muss anders als in Deutschland die Ortsvorwahlnummer immer mitgewählt werden, auch wenn man sich in dem der Telefonnummer zugehörigen Ortnetz befindet.

Bedienungsgeld-Trinkgeld

Bedienungsgeld in Restaurants wird automatisch aufgeschlagen oder ist im Preis enthalten. Für Trinkgeld gibt es keine festen Regeln. Handelt es sich nicht um ein ausgesprochenes Familienrestaurant, sollte man dem Kellner fünf bis acht Prozent Trinkgeld auf dem Tisch zurücklassen. Der Tankwart, der die Scheibe putzt, oder der Hotelangestellte sind gegen eine Mancia sicher hilfsbereiter.

Einkaufen

Daß in Italien die Geschäfte ständig geöffnet seien, gilt nur für Ferienorte während der Saison. Sonst sind die Öffnungszeiten je nach Gemeinde geregelt. Zum Beispiel werktags von 9 Uhr bis 13 Uhr und 16.30 Uhr bis20Uhr (im Winter alles eine halbe Stunde früher). An einem Nachmittag der Woche sind die Geschäfte geschlossen, und nicht. alle haben Samstag nachmittags geöffnet. Andererseits gibt es immer mehr Einkaufszentren auf der grünen Wiese, die durchgehend von 9Uhrbis21 Uhr geöffnet sind.

Quittungen

Der italienische Staat geht streng gegen Steuerhinterziehung vor. In Bars zum Beispiel muß man zuerst an der Cassa bezahlen und dann mit dem Quittungsbon an die Theke gehen. Im Restaurant oder beim Einkauf sollte man stets auf einen numerierten Quittungszettel oder einen Kassenbon bestehen und diesen auch gewisse Zeit bei sich behalten. Die uniformierte Steuerfahndung Guardia di Finanza könnte an der nächsten Ecke warten.

Telefon-Post

Das Telefonnetz wird von der »TelecomItalia« betrieben, daneben entstehen private Anbieter. In praktisch jeder Bar kann man telefonieren. Es gibt auch immer mehr Telefonzellen oder frei aufgehängte Telefone. Sie können meist sowohl mit Münzen  als auch mit Magnetkarten benutzt werden. Diese Telefonkarten kann man in Bars, Raststätten und bei Zeitschriftenhändlern kaufen. Vor Erstgebrauch die markierte Ecke abtrennen. Auslandsgespräche sind zwischen 22 Uhr und 8 Uhr sowie sonntags etwas billiger, Inlandgespräche zwischen 8.30 Uhr und 18.30 Uhr besonders teuer. Auch in den Ortsnetzen gilt ein Zeittakt. Wichtig: Auch im Ortsbereich muß die Vorwahlnummer immer mit gewählt werden.

Die Auslandsvorwahl: Deutschland 0049, Schweiz 0041, Osterreich 0043. Es folgt die nationale Vorwahl ohne »0«. Umgekehrt erreicht man Italien unter 0039 (Österreich: 040) und dann das Ortsnetz mit der »0« (außer bei Anrufen in italienische Mobilfunknetze).

Postämter bieten die üblichen Post- und Geld-, nicht aber Telefondienste. Briefmarken kann man auch in Tabakläden kaufen.

Essen-Trinken-Gaststätten

Seit dem 10.01.2005 gilt in Italien in allen öffentlichen Gebäuden, sowie in gastronomischen Betrieben totales Rauchverbot, außer in speziellen Raucherzimmern.

Die üblichen Essenszeiten sind ab 13 Uhr und ab 20 Uhr. Im Winter fängt man auch schon eine halbe Stunde früher an, im Süden beginnt das Abendessen im Sommer erst um 20.30 Uhr oder 21 Uhr. Eine italienische Mahlzeit besteht aus dem primo (Nudelgericht, Suppe), dem secondo (Fleisch oder Fisch) - dazu bestellt man einen contorno (Beilage, Gemüse, Salat) - und einer Nachspeise (Obst, Käse oder Dessert), die man allerdings auch durch einen caffè ersetzen kann. Ein ausgiebigeres Essen wird zusätzlich mit einem antipasto (kalte Vorspeise) eingeleitet. Nur in einfacheren Garküchen kann man z. B. Nudeln oder eine Pizza (oft nur abends üblich) und sonst nichts ordern. Und für Kinder gilt im kinderfreundlichen Italien sowieso die Regel: Jeder kann essen, was er will. Bestandteil der Rechnung sind pane e coperto, also der Grundpreis für Gedeck und Brot, sowie der servizio (Bedienungsgeld), meist 15 Prozent, die entweder im Preis enthalten sind oder aufgeschlagen werden. Seit dem 10.01.2005 gilt in Italien in allen öffentlichen Gebäuden, sowie in gastronomischen Betrieben totales Rauchverbot, außer in speziellen Raucherzimmern.

Einreisebestimmungen

Es genügt, wenn man einen Personalausweis bei sich führt. Hotels fordern den Ausweis oft beim Anmelden ein, man sollte ihn aber zurückverlangen, sobald die Daten eingetragen sind. Wenn man mit dem Auto unterwegs ist, braucht man natürlich Kfz-Schein und Führerschein. Bei Mitnahme von Tieren die aktuellen Impfvorschriften bei seinem Tierarzt erfragen!

Elektrizität

Das gesamte italienische Netz ist auf 220/230 Volt eingerichtet. Es gibt allerdings unterschiedliche Steckdosen für Geräte mit geringerer oder stärkerer Leistung. Keine Probleme gibt es bei Geräten mit Euro-Flachstecker. Bei Schuko-Stekkern braucht man Adapter, die man z. B. in den Heimwerker-Abteilungen großer Supermärkte findet.

Feste-Feiertage

Italien kennt folgende gesetzlichen Feiertage: 1. Januar (Neujahr), 6. Januar (Dreikönigstag), Ostermontag, 25. April (Tag der Befreiung), 1. Mai (Tag der Arbeit), 15. August (Mariä Himmelfahrt, ferragosto),1: November (Allerheiligen), B. Dezember (Mariä Empfängnisi und Weihnachten (25./26. Dezember).

Gesundheit-Ärzte-Apotheken

In Italien gibt es für Mitteleuropaer keine außergewöhnlichen Gesundheitsgefahren. Die Hygienevorschriften rund ums Essen und Trinken sind streng, aber dennoch kann es in Verbindung mit der Sommerhitze vor allem im Süden zu Durchfallerkrankungen kommen. Am besten hat man ein entsprechendes Mittel in der Reiseapotheke dabei. Zuverlässige Mittel zur Abwehr von Mücken sind die auch in Deutschland bekannten Sprays oder in Italien erhältliche Kerzen mit Zitronenmelisse (citronella). Aufpassen sollte man beim Aufenthalt unter Bäumen auf Zecken (Kopfbedekkung tragen!). Für den Fall, daß man einen Arzt braucht, sollten sich Mitglieder gesetzlicher Krankenkassen vor der Reise das Formular E 111 und das dazugehörige Merkblattbesorgen, das über das Vorgehen im »Ernstfall« aufklärt. Sucht man' den Erste-Hilfe-Dienst Pronto Soccorso (in der Regel beim Krankenhaus) auf, ist die Akutbehandlung kostenlos. Grundsätzlich ist es ratsam, eine preisgünstige Reise-Krankenversicherung abzuschließen. Die Adressen von Ärzten findet man auf den Gelben Seiten (Pagine gialle) des Telefonbuchs; der praktische Arzt ist ein Medico chirurgo generico, der Zahnarzt ein Dentista. Die Notrufnummer ist die 113.

Gottesdienste und Kirchen

Italien ist ein katholisches Land. Für Gottesdienste gelten die auch in Deutschland üblichen Zeiten. Beim Besuch von Gottesdiensten oder der Besichtigung von Kirchen, vor allem Wallfahrtsstätten,'solltenFrauendarauf achten, daß ihre Schultern bedeckt sind; oft sind auch Hosen unerwünscht.

Klima und Kleidung

Italien wird von starken Klimagegensätzen geprägt. Ist es im Juli und August von den Alpen bis Sizilien einheitlich heiß um .oder über 30 Grad, so daß man es vor allem in den Städten kaum aushalten kann, können die Winter in Nord- und Mittelitalien sehr hart sein, während im Süden milderes Klima herrscht. Im März wehen erste Frühlingslüfte, im April kann es aber zu neuen Kälteeinbrüchen kommen, wenn die tramontana von den noch schneebedeckten Apenninen-Gipfeln weht. Von Mitte April bis Mitte Mai gibt es ergiebige Regenfälle. Für alle, die keine Hochsommerhitze mögen, bieten sich der Juni und der September an. Der Oktober ist ideal für Bildungsreisende.

Museen

Die meisten bedeutenden Museen und Kunstgalerien sind täglich außer montags geöffnet. Kleinere Museen sind sonntags geschlossen. Die Öffnungszeiten reichen meist bis zum frühen Abend. Ausgrabungsgelände werden vor Sonnenuntergang geschlossen. Die Eintrittspreise liegen zwischen 5 000 und 15 000 Lire für Erwachsene. Fotografieren ist in geschlossenen Museumsräumen, in Kirchen und Klöstern oft nicht erlaubt, Blitzen ist generell verboten. Kirchen schließen in der Mittagszeit. Während der Gottesdienste sind Besichtigungen nicht erwünscht.

Öffentliche Verkehrsmittel

Eisenbahnfahren ist in Italien, vor allem (wegen des degressiven Tarifsystems) auf längeren Strecken, wesentlich billiger als in Deutschland, Österreich oder der Schweiz. Allerdings sind die Zuschläge für Intercity-Züge teurer und nach Entfernung gestaffelt. Ein höherer Sondertarif gilt auch für den super schnellen Eurostar oder den Cispalino. Zuschlagfrei sind der Regionale, der auf jedem Bahnhof hält, der Diretto, der Inter Regio und der Espresso. Es gibt ein Biglietto chilometrico für 3 000 Kilometer, auf dem bis zu fünf Personen reisen können und das zwei Monate gültig ist. Nur in wenigen Fällen und schon kaum bei längeren Strecken ist dieses Kilometer-Ticket allerdings günstiger als eine normale Fahrkarte. Das gilt bei Touristen auch für die Carta d'argento (ab 60 Jahre) und die Carta verde (12 bis 26 Jahre). Für Touristen bieten sich folgende Sparprogramme an: Euro Domino, Inter Rail und Rail Europ Senior »RES«. Auch auf Gruppentarife sollte man achten. Für die Anreise aus Deutschland können die »Sparpreise Italien« günstig sein. Sie sind nach drei Zonen gestaffelt. Bei der Benutzung von Fernzügen ist eine vorherige Platzreservierung in jedem Fall ratsam, manchmal auch vorgeschrieben. An kleineren Bahnhöfen gibt es keinen Schalter mehr. Dann kann man Fahrkarten meist in der Bahnhofsbar lösen. Grundsätzlich gilt: Fahrkarten muß man zum Entwerten in einen der kleinen gelben Kästen stecken, die man auf allen Bahnhöfen findet. Das Eisenbahnsystem ist mit einem gut funktionierenden Busnetz verbunden. In Städten kann man Bus-Fahrkarten oft nicht im Bus selber kaufen, sondern z. B an Zeitschriften-Kiosken und in Bars. In Mailand und Rom gibt es auch Untergrundbahnen (Metro politana). Der Flughafen Rom ist mit einer Bahnlinie zum Zentrum verbunden:

Bei Taxis aufpassen, daß sie eine amtliche Lizenznummer am Heck tragen und ein Taxameter haben, das mit Fahrtbeginn in Gang gesetzt wird. Vor allem: Stets eine Quittung (ricevuta) verlangen.

Eine große Rolle spielen in Italien die Fährverbindungen zu den In sein oder zu anderen Mittelmeer Anrainern. Eine feste Buchung ist in der Hauptsaison dringend anzuraten. Wer mit dem Auto nach Sizilien will, sollte gut überlegen, ob er nicht besser über Nacht die Fähre von Neapel nimmt, denn die Autobahn Salerno-Reggio Calabria ist in einem sehr schlechten Zustand.

Verhalten

Italiener legen in der Regel Wert auf ordentliche Kleidung. Auch wenn man das Bedürfnis hat, sich so freizeitlich wie möglich zu kleiden, sollte man sich nach den örtlichen Sitten richten. Also nicht mit dem Badeanzug in die Trattoria oder mit, grell bunten Shorts ins feine Restaurant.

Auch am Strand sollte man sich nach den Italienern richten, und das heißt: Nacktbaden ist unüblich oder auch ausdrücklich verboten, während Bräunen Hoben ohne mehr und mehr geduldet wird. Die Italiener werden allmählich auch lärmempfindlicher. So ist es per Erlaß verboten, am Strand von 13 Uhr bis 16Uhr die Mittagsruhe durch Radiomusik oder Ballspiel zu stören.

Alkohol, vorzugsweise in Form von Wein; gehört in Italien zwar zum Alltag, aber es schickt sich nicht, daß man betrunken ist.

Geklaut wird überall in Europa, nicht nur in Italien. Es gibt Vorsichtsmaßnahmen. Im Auto sollte man nichts sichtbar liegenlassen. Geld, Kreditkarten und Dokumente .sollte man in einem Brustbeutel oder einer Gürteltasche aufbewahren, Wertgegenstände im Hotelsafe deponieren. Von seinen Papieren sollte man Fotokopien machen, die Nummern von Kreditkarten samt Telefonnummern für Verlustmeldung notieren und sicher aufbewahren. Wo immer man Taschendiebe vermutet - man sollte nicht durch nervöses Herumfummeln an der Jackentasche den Eindruck vermitteln, daß dort etwas zu holen ist. Vorsicht bei Personen, die sich einem auf merkwürdige Weise nähern oder durch ihr Verhalten Mitleid erwecken. Sobald Sie diesen Personen Aufmerksamkeit widmen, hat der Komplize womöglich schon zugegriffen. Allergrößte Vorsicht ist bei Händlern am Straßenrand, an Autobahnausfahrten oder Raststätten geboten, die angeblich wertvolle Ware zu einem ungewöhnlich günstigen Preis anbieten. Es handelt sich garantiert um billige Fälschungen. Wenn man trotz aller Vorsichtsmaßnahmen bestohlen wird: Zur nächsten Carabinieri-Wache gehen, den Verlust mit möglichst vielen Details zu Protokoll geben. Das hilft zumindest bei der Versicherung daheim.

Zollbestimmungen

Angesichts der Zuhörigkeit Deutschlands, Österreichs und Italiens zur Europäischen Union hat der Tourist normalerweise nur noch dann etwas mit dem Zoll zu tun, wenn er durch die Schweiz reist. Bei größeren Mengen von Wein, Spirituosen, Zigaretten usw. kann es ratsam sein, bei der Einreise in die Schweiz Zoll zu zahlen und bei der Ausreise wieder zurückzufordern. Die Ausfuhr von wertvollen Kulturgütern aus Italien unterliegt nach wie vor Beschränkungen, die man vorher erfragen sollte.

Seit dem 10.01.2005 gilt in Italien in allen öffentlichen Gebäuden, sowie in gastronomischen Betrieben totales Rauchverbot, außer in speziellen Raucherzimmern.

 

 

 

 

Was ist eine Grappa?

Grappa aus Italien (Mehrzahl: die Grappe, zu deutsch: Tresterbrand) ist zwar bei uns ein hochmodisches Getränk, aber seiner Art nach schon einige Jahrhunderte alt. Tatsächlich glauben viele Historiker, daß die Ursprünge im 9. Jahrhundert auf Sizilien zu suchen sind. Die Insel war zu dieser Zeit von Arabern besetzt und es ist bekannt, dass die Araber die Destillation von Wein und Trester bereits zu dieser Zeit beherrschten. Ihr Einfluss ist auch heute noch nachweisbar, denn das Wort "Alkohol" stammt von Ihnen und bedeutet soviel wie "unfühlbares Pulver, flüchtiger Stoff, wesentlicher Teil des Körpers". Der Trester enthielt seinerzeit noch sehr viel Most, so dass wir genaugenommen eher von einem Traubenbrand (Aquavit) bzw. Weinbrand (Brandy) sprechen müssten. Übrigens wurde dieser Brand nicht nur getrunken, sondern ebenso zur Beleuchtung, wie auch zur Desinfektion benutzt. 

Andere Historiker verlegen die Ursprünge nach Norditalien, in die Regionen Veneto und Friaul, woher ja heute noch ein großer Teil der gängigen Grappe kommt. Anfang des 6. Jahrhunderts sollen die Burgunder auf der Suche nach einer neuen Heimat dieses Rezept mitgebracht haben. Wieder andere Geschichtskundler verweisen auf das 16. Jahrhundert, insbesondere auf die Plünderungen Roms im Jahre 1597 durch schweizer und deutsche Landsknechte. Die Söldner sollen dabei ein Destillat entdeckt haben, dem sie den Namen "Branda" gaben. Es zeigt sich, daß die Ursprünge auf verschiedene Regionen in Italien zurückgeführt werden und daß es sich keineswegs um eine neue Erfindung handelt. Vielmehr hat schon Herr Ser Everado seinem Sohn Ser Enrico im Jahre 1451 ein Gerät testamentarisch hinterlassen, von dem es heißt: " unum ferrum ad faciendum aquavitem". In diesem Testament wird auch heute noch präzisiert, daß man damit Grappe herstellen kann. Diese Urkunde befindet sich heute im Staatsarchiv Udine. 

Wie bei allen Produkten, die wirtschaftlich eine Rolle spielen und an denen Geld zu verdienen ist, hat sich auch die Staatsmacht sehr schnell eingeschaltet. Die Seerepublik Venedig unterschied schon zu Zollzwecken seit dem 15. Jahrhundert zwischen Destillaten aus Wein und solchen aus Trestern. In Piemont griff Emanuel I. 1590 persönlich bei der Zuteilung von Konzessionen ein. 

Eine logische Folgerung dieser "Abschöpfungen" war natürlich, daß im steigenden Umfang heimlich gebrannt und dann geschmuggelt wurde. Dieser Schmuggel blühte natürlich auch in Norditalien, das lange Jahre von Österreich besetzt war. Durch eine weise Gesetzgebung wurde aber den Bauern erlaubt, eine bestimmte Menge für den Eigenbedarf zu produzieren. Diese Vorschrift ist dann im vorigen Jahrhundert von ganz Italien übernommen worden. Aus dieser historischen Entwicklung ergibt sich auch die hohe Anzahl kleiner Brennereien, aus der sich die heutige Angebotsstruktur für Grappe erklärt. Ein weiterer Grund für das weit verbreitete Handwerk des Brennens, bestand in der Verpflichtung der Bauern, ihrem (Lehens-) Herren den "Zehnten" abzugeben, der dann vielfach aus Wein bestand. Dem armen Bauern blieb für die weitere Verwertung nur der ausgepresste Rest, d. h. der Trester zur Verfügung. Vor mehr als 100 Jahren war die Grappa also tatsächlich ein Resteverwertungsprodukt. 

Die heute im Markt stehenden Grappe haben sowohl nach Image, als auch nach Qualität mit diesen Bränden nicht mehr viel gemeinsam. Heute ist die Grappa ein ausgesprochenes Edelprodukt, das unzählige Brennereien beflügelt hat, immer neue Varianten auszuprobieren: Neue Rebsorten, Lagerung in ausgesuchten Edelholz-Fässern und ausgefallenen Flaschenformen. 

Der internationale Erfolg hängt nicht nur mit den hübschen Präsentationsformen zusammen, nach dem Motto: "Das Design, nicht das Sein entscheidet", sondern vielmehr mit der modernen Kellertechnik und vor allem mit der Sorgfalt, mit der man die Trester auswählt. Nur ein guter "Input" kann zu einem guten "Output" führen. Auch die beste Brenntechnik kann kein edles Produkt schaffen, wenn bei der Auswahl des Tresters nicht auf gute Qualität, Frische, Feuchtigkeit und geringe Auspressung geachtet wurde.

  Verkehrsverstöße können in Rom in diesem Jahr besonders teuer werden. Das gilt insbesondere für Fahrer von Bussen und Fahrzeugen mit mehr als acht Personen. In der italienischen Hauptstadt sind seit Anfang des Jahres befristete Verkehrsgesetze in Kraft, die manche Vergehen mit deutlich höheren Geldbußen belegen, warnt der ADAC. Wer etwa eine rote Ampel nicht beachtet, muß statt der üblichen Buße zwischen 120 und 480 Mark mit dem fünffachen Betrag rechnen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die VIAcard ist ähnlich wie eine normale Telefonkarte. Es gibt sie für 50.000 Lire, 100.000 Lire und 150.000 Lire. Sie hat kein Verfallsdatum, d. h. wenn Sie eine Karte 2000 erwerben und nicht ausnutzen, so können Sie die VIAcard auch 2001 oder später weiter benutzen.
Erwerben kann man die VIAcard an den Mautstationen, an der Grenze bei den ACI-Büros (Automobilclub von Italien), an den Servicestationen der Autostrade, in vielen Banken und Tabakgeschäften.
Bezahlt werden können damit alle Autobahnen in Italien, außer den Autobahnen auf Sizilien.

Die Bezahlung mit der VIAcard ist denkbar einfach:

1. Sie fahren an der Mautstelle an eines des Mauthäuschen und geben dem Kassierer das Ticket, das Sie bei der Einfahrt erhalten haben zusammen mit der VIAcard. Sie erhalten die VIAcard nach Abbuchung des entsprechenden Betrages wieder zurück. Die Schranke öffnet sich zur Weiterfahrt.
2. Sie fahren an der Mautstelle an eines der für VIAcard gekennzeichneten Mauthäuschen, stecken Ihr Ticket in den Schlitz des Automaten und anschließend die VIAcard, immer mit dem Pfeil in Richtung Automaten. Nach wenigen Sekunden erhalten Sie Ihre VIAcard aus dem Automaten zurück, die Schranke zur Weiterfahrt öffnet sich.

Die Abfertigung an den für VIAcard reservierten Mauthäuschen ist zudem meist schneller, weil dort weniger Verkehr ist.

Bitte kaufen Sie rechtzeitig ein neue VIAcard, das jeweilige Guthaben wird immer bei jeder Benutzung am Mauthäuschen auf dem Monitor, der im Sichtfeld des Fahrers ist, angezeigt.

Was tun, wenn das Guthaben der VIAcard nicht ausreichend ist?

1. Wenn Sie zwei VIAcards benutzen, führen Sie bei einer Bezahlung erst die VIAcard mit dem niedrigerem Guthaben ein und anschließend die VIAcard mit dem höheren Guthaben. Die verbrauchte VIAcard wird vom Automaten einbehalten.

2. Wenn das Guthaben Ihrer VIAcard nicht ausreichend ist und Sie keine weitere VIAcard haben, fahren Sie bitte nur an ein Mauthäuschen für Barzahlung. Das Restguthaben des VIAcard wird angerechnet, die Differenz zum Mautbetrag wird bar kassiert.

3. Das Restguthaben Ihrer VIAcard reicht nicht aus, Sie sind aber bereits an ein Mauthäuschen gefahren, das nur für VIAcard-Nutzer reserviert ist. Bitte fahren Sie auf keinen Fall rückwärts, sondern drücken Sie den am Automaten angebrachten Hilfeknopf und warten Sie auf einen Kassierer. Die Bezahlung erfolgt dann wie unter 2.

4. Das Restguthaben Ihrer VIAcard reicht nicht aus, Sie sind aber bereits an ein Mauthäuschen gefahren, das nur für VIAcard-Nutzer reserviert ist. Bitte fahren Sie auf keinen Fall rückwärts, sondern drücken Sie den am Automaten angebrachten Hilfeknopf und warten Sie auf einen Kassierer. Sie haben jedoch außer der nicht ausreichenden VIAcard kein Geld mehr, so erhalten Sie vom Kassierer eine Rechnung über den Differenzbetrag. Die Rechnung ist ohne Mehrkosten innerhalb von 15 Tagen zu zahlen.